Das häufigste Argument der Mineralwasser-Industrie. Doch Mineral ist nicht gleich Mineral – es kommt auf die Bioverfügbarkeit an.
Der Bioverfügbarkeits-Check
Wie Ihr Körper anorganische vs. organische Mineralien verarbeitet
Anorganisch vs. Organisch
Im Wasser liegen Mineralien anorganisch vor – wie Kalkstein oder Rost. Der Mensch kann diese nur sehr schwer verwerten. Unser Körper ist darauf ausgelegt, Mineralien aus Pflanzen zu beziehen, wo sie organisch gebunden und bioverfügbar sind.
Zwei Formen von Mineralien
Anorganisch
Gelöst aus Gestein und Rohren. Für den Körper schwer aufnehmbar. Wird größtenteils ausgeschieden oder lagert sich ab (Gefäße, Gelenke, Nieren).
Organisch
Von Pflanzen aufgenommen und in eine bioverfügbare Form umgewandelt. Ihr Körper erkennt und nutzt diese sofort – genau dafür ist er gebaut.
Das Rechenbeispiel: Calcium
Mineralwasser-Werbung suggeriert, dass Sie Ihren Calcium-Bedarf über Wasser decken können. Rechnen wir mal nach:
Calcium-Bedarfsrechnung
Kann Wasser Ihren Tagesbedarf decken?
Sie müssten 10 Liter Leitungswasser trinken, um dieselbe Calcium-Menge zu bekommen wie aus einer Portion Brokkoli – und selbst dann wäre die Aufnahme deutlich schlechter.
Die goldene Regel
Nahrung versorgt. Wasser transportiert.
Wenn Sie Wasser als Nährstoffquelle nutzen wollen, blockieren Sie seine wichtigste Funktion: den Transport und die Reinigung. Ein beladener LKW kann keinen Müll abholen. Ein mit Kalk beladenes Wasser kann keine Abfallstoffe abtransportieren.
→ Wie wir Wasser wieder rein & transportfähig machen (Kapitel 7)